Kopf Hoch (1/2015)

Kopf hoch soll regelmäßig Sonntags einen kurzen Gedanken mit euch teilen,

den ich ermutigend fand.

Meistens in Form eines Zitates.


In Jeff Cooks Buch Everything New, das ich am Donnerstag auch rezensieren werde, bin ich am Ende auf einen Gedanken gestoßen, der mich wirklich ermutigt hat.

Er redet davon, dass der Glaube an Gott die ganze Wahrnehmung der Realität verändern kann. Das beschreibt er wie einen kompletten Wahrnehmungswechsel, wie der Wechsel, den Kopernikus brachte, als er der Menschheit klar machte, dass die Erde nicht der Fixpunkt der Wirklichkeit ist, sondern etwas viel größeres, helleres. Wärmeres.


Jeff:


„Es ist so, als wäre diese Massivität der Sonne – die so lange so weit entfernt war – in unsere Welt getreten wäre und sie ganz eingenommen hätte. Die Gute Nachricht ist nicht weniger als die goßartige Wahrheit, das Gott hier ist und dass mit ihm der Himmel einzieht. Die Auferstehung ist das eine Ereignis, das alles in unserem Leben mit dem Gott verbindet und vereint, der uns gemacht hat. Durch das Kreuz, und durch die Auferstehung, wurde diese schwere Tür aufgestoßen, die vorher verschlossen war. Jetzt wird sie für immer offen gehalten. Und jetzt, anstatt dass wir Gottes entfernte Gegenwart wieder betreten müssen, dürfen wir wissen, dass er ohne zu Fragen unsere Gegenwart betreten hat.

Ich habe dieses Bild ein paar Freunden gezeigt. Und eine Freundin, die noch immer damit ringt, diese ganze Sache mit Jesus unter die Füße zu bekommen, hat es besonders lange angesehen. Als sie damit fertig war, sagte sie zu mir: „Ich muss mich gar nicht bewegen, weil er schon die ganze Zeit hier bei mir ist.“

Das ist Glaube.

Das ist die Kraft, durch die das Leben eines Menschen neu gemacht wird. Sie sieht sich nicht länger als Einsam, sondern ihr Leben und alles um sie herum voll mit der Gegenwart Gottes. […] Alle ihre Verhaltensweisen, alle ihre Wünsche, alle ihre Träume und Leidenschaften nehmen auf einmal eine ewige Dimension an. Viele Jahre lang hatten ihre religiösen Freunde ihr Gesagt, dass sie weit entfernt von Gott war, auf Grund ihrer Scheidung von Jahren, auf Grund ihrer Zweifel und Fragen. Aber nichts davon ist wahr. Der Himmel ist hier, und er war für sie gekommen.“ (Cook, Jeff, Everything New. Re-Imagining Heaven and Hell, Subvesive Books 2012, Pos. 2170; deutsch durch mich)


Was wür ein starker Gedanke.

Ich muss mich gar nicht bewegen, weil er schon die ganze Zeit hier bei mir ist.


Soviel für Heute.


Marcus-B. Hübner


P.S. Das Originalzitat:


„It's as though the enormity of the sun – which has been so distant for so long – had moved into our sphere and fully engulfed the earth. The good news is nothing less than the grand truth that God is here and heaven comes with him. The resurrection is the event that unites and connects everything about our lifes to the God who made us. Through the cross and resurrection, a massive door that has been closed was suddenly flung open and locked in place. Now, instead of us working to re-enter God's distant presence, we can know he has defiantly entered ours.

I showed this picture to some friends of mine, and one who is still wrestling with the idea of Jesus looked at this picture for a long time. When she was ready she said to me: „I don't have to move, because he is here with me already.“

This is faith.

That is the power through which someone's life is remade. Instead of seeing herself alone, she saw her life and everything around her saturated with the presence of God. […] All her behaviors, all her ambition, all her dreams and longings suddenly took on an everlasting quality. For years she had been told by her religious friends that because of her past divorce, because of her doubts and questions she sat on the outside far from God. But none of it was true. Heaven was here and it had come for her.“

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